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Pilatus PC-6 „Turbo-Porter“

 

Hersteller: Pilatus AG, Schweiz

Stückzahl: 8 (14)

Im Einsatz seit: 06/76

Typenbeschreibung

 

 

TECHNISCHE DATEN

 

Besatzung:

1 Pilot + 7 Fluggäste

 

Abmessungen:

Spannweite: 15,20 m

Länge: 10,90 m

Höhe: 3,20 m

 

Gewichte:

Leergewicht: 1.150 kg

max. Startgewicht: 2.700 kg

 

Leistungen:

max. Geschwindigkeit: 280 km/h

Dienstgipfelhöhe: 10.000 m

Triebwerk:

Type: Pratt & Whitney PT 6 A-27

Leistung: 550 PS

 

Sonderausrüstung:

Ausrüstung für Luftbildaufnahmen                                           

Schleppmaschine für Luftzielschießen

Ausrüstung mit 800 l Alutank für Feuerwehreinsätze

Schi für Landungen auf Gletscher und Schnee

Krankentragen

 

Bewaffnung:

keine

 

 

 

 

   

Kennzeichen

 identi-fication

Werknummer

 serial number

Baujahr

mfg.date

Kennz.

vor ÖBH

identification before

AAF

beim ÖBH

date

Austria Air Force

dd.mm.yyyy

Einheit

 squadron

Anmerkung

note

Kennz.  nach ÖBH

identific. aft AAF

3G-EA 752 1976

 

17.02.1976 - 04.07.2012

4.Sta/FlR 1

2008 stillgelegt.

Verkauft an RUAG Konzern/Schweiz zum ausschlachten

 

 
3G-EB 758 1976

 

14.05.1976 - xx.xx.2008

4.Sta/FlR 1

2008 still gelegt

 
3G-EC 764 1976

 

29.10.1976 - 04.07.2012

4.Sta/FlR 1

2008 stillgelegt.

Verkauft an RUAG Konzern/Schweiz zum ausschlachten

 
3G-ED 765 1976

 

29.10.1976 -

4.Sta/FlR 1

 

 
3G-EE 766 1976

 

xx.10.1976 -

4.Sta/FlR 1

 

 
3G-EF 769 1976

 

29.10.1976 -

4.Sta/FlR 1

 

 
3G-EG 770 1976

 

06.12.1976 -

4.Sta/FlR 1

 

 
3G-EH 771 1976

 

06.12.1976 - xx.xx.2008

4.Sta/FlR 1

2008 still gelegt

 
3G-EI 774 1976

 

12.06.1976 - 27.06.1984

4.Sta/FlR 1

Flugunfall am 27.06.1984

 
3G-EJ 775 1977

 

02.1977 - 04.07.2012

4.Sta/FlR 1

Verkauft an RUAG Konzern/Schweiz zum ausschlachten

--------------------

20.05.2015

JOSUB LLC

PITT/GREENVILLE

 

 

 

 

 

 

 

 

N776PC

3G-EK 776 1977

 

02.1977 -

4.Sta/FlR 1 ab 1996 "Blaue Elise  
3G-EL 777 1977

 

02.1977 -  04.07.2012

4.Sta/FlR 1

ab xx.07.20000

"Der bunte Fredi"

Verkauft an RUAG Konzern/Schweiz zum ausschlachten

-------------------

21.04.2015

JOSUB LLC

PITT/GREENVILLE

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

N156PC

3G-EM 856 1986

 

30.10.1986 - 04.07.2012

4.Sta/FlR 1

Nachbeschaffung für EI.

2008 still gelegt.

Verkauft an RUAG Konzern/Schweiz zum ausschlachten

 
3G-EN 664 1968

xx.09.1968

Bundesamt für Eich- und Ver-messungswesen. OE-BBL

xx.08.2000

Bundes-ministerium für Inneres. OE-BIA

xx.09.2003

Bundes-

ministerium für Landesverteidigung

OE-BIA

xx.04.2004 -

4.Sta/FlR 1    

acc - Flugunfall, wfu - außer Dienst gestellt, w/o - durch Unfall ausgeschieden, scr - verschrottet, pr - ausgestellt, sold - verkauft, for spares - ausgeschlachtet

 

  

Staffelpatch

4. Staffel/Fliegerregiment 1

Langenlebarn

 

Sonderanstriche

„Blaue Elise“

„Bunte Fredi“

 

 Pilatus Porter mit Schleppsack

 

 

Kennzeichen

beim Bundesheer

nach dem Bundesheer

das letzte Foto

3G-EA
cn 752

Foto: Dr. Prigl

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Foto: 4.FläSta ZVG

3G-EB
cn 758

Foto: unbekannt

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3G-EC
cn 764

Foto: Dachgruber

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Foto: ZVG

3G-ED
cn 765

Foto: Mydza

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3G-EE
cn 766

Foto: Emanuel Linert

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Foto: Mydza

3G-EF
cn 769

Foto: Werner P. (7L*WP)

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3G-EG
cn 770

Foto: Werner P. (7L*WP)

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Foto: Mydza

3G-EH
cn 771

Foto: Mydza

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3G-EI
cn 774

Foto: Mydza

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3G-EJ
cn 775

Foto: Michael Prisch

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3G-EK
cn 776

Foto: Mydza

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3G-EL
cn 777

Foto: Mydza

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3G-EM
cn 856

Foto: ZVG

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Foto: ZVG

3G-EN
cn 664

Foto: Mydza

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3G-EI   Flugunfall am 27.06.1984 bei Ebental. Im Rahmen einer Luftlandeausbildung des Jägerbataillon 25 startete die 3G-EI um 15:00 vom Truppenübungsplatz Glainach bei Ferlach/Knt. Augenzeugen berichteten, dass die Maschine ca. 600 m über dem Tal flog und plötzlich in einer Aufwärtsbewegung wie ein Stein über Heck bei der Ortschaft Ebental gegen einen Felsen in einem Waldstück prallte. Keiner der sieben Insassen überlebten diesen Absturz. Als Ursache des Absturzes wurde rechnerisch nachgewiesen, dass sich der Schwerpunkt durch verändern der Sitz/Kauerposition der Mitfliegenden in einen nicht fliegbaren Zustand verlagert hat. Somit hatte der Staffelkommandant und Pilot Hptm Pichler Josef keine Chance das Luftfahrzeug gerade zu halten. In der Folge wurde bei solchen Einsatzübungen nur mehr Personen mit Anschnallgurten transportiert.

 

Die Insassen: Pilot Hauptmann Josef Pichler

 

Die Angehörigen des Jägerbataillons 25

Gefreiter    Peter Hoi

Wehrmann Johann Meyerhofer

Wehrmann Alois Schwaiger

Wehrmann Gerhard Haller

Wehrmann Isidor Millinger

Wehrmann Günther Schmiedl

 

 

 

 

 

 

 

 

Hptm Pichler Josef

Foto: Johann Jaritz

Gedenkstätte an der Absturzstelle der 3G-EI in Goritschach in der Gemeinde Ebenthal in Kärnten, Bezirk Klagenfurt-Land, Kärnten, Österreich

 

Arbeiterzeitung vom 28. Juni 1984, Seite 1 und 29. Juni 1984, Seite 9


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Typenbeschreibung

 

Die Entwicklungsarbeiten am Porter wurden 1957 aufgenommen. Nach einer einjährigen Studie präsentierte Henry Fierz, der damalige technische Leiter von Pilatus, die Entwürfe des Pilatus Commercial Nr. 6 (= PC-6), dem er den Namen “Porter” gab.

 

Am 4. Mai 1959 konnte der erste von vier Prototypen seinen Erstflug ausführen. Er wurde von einem Lycoming-Kolbenmotor mit 340 Ps angetrieben. Kurze Zeit später wurde er an der Luftfahrtausstellung in Paris der Weltöffentlichkeit vorgestellt. Nach etlichen Versuchsflügen wurde der Porter bald für unzählige Versorgungs- und Rettungsflüge erfolgreich in den Bergen eingesetzt, und viele Verunglückte verdanken ihm ihr Leben. Die Gletscherfliegerei hat durch den Porter neue Dimensionen erhalten.

 

Unterdessen startete am 12. März 1960 eine Maschine zu einer langen Reise nach Nepal. Dort leistete sie ausgezeichnete Dienste für die Schweizer Dhaulagiri-Expedition im Himalaya. Der Porter flog zahlreiche Material- und Personentransporte mit voller Nutzlast bis auf eine Höhe von 5700 m über Meer - Weltrekord! Noch bevor der Porter ein Jahr alt war, erhielt er einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde für die höchstgelegene Landung, die je von einem Starrflügel-Flugzeug durchgeführt wurde.

 

Trotz des Erfolges war klar, dass der Porter mit den Lycoming Triebwerken von 340 Ps respektive 350 Ps an der Leistungsgrenze war. Die zu dieser Zeit beste auf dem Markt erhältliche Propellerturbine war die französische Turboméca «Astazou II» mit 530 Ps . Damit ausgerüstet startete am 2. Mai 1961 der PC-6/A Turbo-Porter zu seinem Jungfernflug. Sämtliche Leistungen konnten markant verbessert werden.

 

Den eigentlichen Durchbruch schaffte der Turbo-Porter 1964, als mit dem zuverlässigeren kanadischen PT6A-6A-Triebwerk von Pratt & Whitney der PC-6/B ausgerüstete wurde. 1964, bei bereits über 60 verkauften Maschinen, erfolgte eine Lizenzvergabe für den Porter an die amerikanische Firma Fairchild-Hiller Corporation. Damit gebührt dem Porter die Ehre, das erste Schweizer Flugzeug zu sein, welches im Ausland in Lizenz hergestellt wurde. In dieser Zeit konnte Pilatus auch weitere Großaufträge verbuchen.

 

Ende der Sechziger Jahre aber gerieten Pilatus und der Porter in Schwierigkeiten. Die Kundschaft für den PC-6 war nicht mehr im gewünschten Ausmaß vorhanden. Dies aber nur für kurze Zeit. Drei Jahre später standen wieder 46 Maschinen in den Verkaufsbüchern. Der Porter ist ein Stehaufmännchen im wahrsten Sinne des Wortes.

 

Große Bedeutung hatte ab den frühen 70er Jahren die Arbeitsluftfahrt. Firman setzten während vieler Jahre neben anderen Flugzeugtypen auch PC-6-Maschinen mit Sprayausrüstung ein. Das Ziel war die Realisierung von verschiedenen Pflanzenschutz-Projekten, besonders in Indonesien aber auch in Amerika. Ihr Operationsgebiet liegt vorwiegend in der Dritten Welt, oft in Wüstengebieten. Neben Versorgungsflügen für die Erdölindustrie stehen Porter auch immer wieder im humanitären Einsatz für das Rote Kreuz, die UNO und weitere Organisationen.

 

Etliche Porter wurden mit Schwimmern ausgerüstet. Bis heute wurden von Pilatus in Stans und von Fairchild-Hiller in den USA mehr als 500 Porter gebaut. Davon existieren heute noch um die 300. Nicht mehr alle sind flugtüchtig, aber vielleicht nur noch kurze Zeit, denn der Marktwert von gebrauchten Porter ist hoch. Kaum denkbare Leistungen werden vollbracht, um alte Maschinen auf den neusten Stand zu bringen.