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Eurofighter "Typhoon"

 

Hersteller: Eurofighter Gmbh (Deutschland, Großbritannien, Italien, Spanien)

Stückzahl: 15

Im Einsatz seit: 12.07.2007

 

 

Typenbeschreibung

    

 

TECHNISCHE DATEN

 

 

Besatzung:

1 Pilot

 

Abmessungen:

Spannweite:  10,95m

Länge: 15,96m

Höhe: 5,28m

Tragflügelfläche insgesamt 50,00 m²

 

Gewichte:

Leergewicht: 10.995kg

max. Startgewicht: 23.000kg

Max. Waffenlast 6500 kg
Max. Waffenlast mit Überlast 7500 kg

 

Leistungen:

max. Geschwindigkeit: 2.495 km/h in 11.000 m    

Mindestgeschwinigkeit: 203 km/h

Reichweite: 3.000 km
Dienstgipfelhöhe: 18.300m

Maximale Flughöhe: 19.812 Meter

Kürzeste Landestrecke: 700m

Kürzeste Startstrecke: 300m

Fünf Sekunden nach dem Lösen der Bremsen hebt der Eurofighter ab

in 2,5 min auf 10.760 m Höhe bei Mach 1,5

g-Limit +9,5 / -3,2

Reichweite 1390 km, Luftraumpatrouille >1850 km
Tankinhalt 4996 kg / 6215 Liter

 

Anschaffungskosten: 1,969 Milliarden Euro

Anschaffung IRIS-T: 11 Millionen

Stückpreis: 115,33 Millionen Euro

Abbestellung von 3 Maschinen: 250 Millionen zurückbekommen

Kosten einer Flugstunde: ca. 33.000 Euro (2009)

Triebwerk:

Type: 2 Mantelstromtriebwerke Eurojet EJ 200

Leistung: Schub ohne Nachbrenner je 6188 kg / mit Nachbrenner je 9178 kg

 

Avionik:

Maintenance Data Panel (Komfortables System zum Austausch von Informationen rund um die Wartung des Eurofighter)

Siehe: http://www.brain-child.de/www/projekte/amt

 

Bewaffnungsmöglichkeiten:

In Zukunft werden europäische Lenkflugkörper die amerikanischen ablösen. Im Vordergrund stehen hierbei der deutsche Marschflugkörper Taurus und der britische Marschflugkörper Storm Shadow.

 

Konfigurationmöglichkeiten:

 

Rechnungshofberichte

 

Bewertung und Dokumentation der Gegengeschäfte 2006 2

 

Vergleich der Republik Österreich mit der Eurofighter Jagdflugzeug GmbH 2008 09 2

 

Anfragebeantwortung 10.09.2008

 

Anfrage 26.02.2010

 

Zusammenfassende Schlussfolgerungen der ÖVP aus dem Eurofighter-Untersuchungsausschuss

 

 

Kenn-zeichen

 identi-fication

Werknummer

 serial number

Baujahr

mfg.date

Kennz.

vor ÖBH

identification before

AAF

beim ÖBH

date

Austria Air Force

dd.mm.yyyy

Einheit

 squadron

Anmerkung

note

Kennz.  nach ÖBH

identification aft AAF

7L-WA

AS001

2006

Tranche 1

 

12.07.2007 -

1.Sta/ÜbwGeschw

First flight

21. Mar 2007 Manching

 

7L-WB

AS002

2007

Tranche 1

 

13.09.2007 -

1.Sta/ÜbwGeschw

First flight

09 Jul 2007 Manching

 

7L-WC

AS003

2007

Tranche 1

 

12.12.2007 -

1.Sta/ÜbwGeschw

First flight

24 Oct 2007

 

7L-WD

AS004

2007

Tranche 1

 

21.12.2007 -

1.Sta/ÜbwGeschw

First flight

27 Nov 2007

 

7L-WE

AS005

2007

Tranche 1

 

15.04.2008 -

1.Sta/ÜbwGeschw

First flight

08 Nov 2007

 

7L-WF

AS006

2008

Tranche 1

 

05.06.2008 -

1.Sta/ÜbwGeschw

 

 

7L-WG

GS0024

2007

Tranche 1

ex 30+37

diverted from Germany

29.04.2008 -

1.Sta/ÜbwGeschw

 

 

7L-WH

GS0027

2007

Tranche 1

ex 30+41

diverted from Germany

20.12.2007 -

1.Sta/ÜbwGeschw

 

 

7L-WI

GS0028

2008

Tranche 1

ex 30+43

diverted from Germany

15.07.2007 -

1.Sta/ÜbwGeschw

 

 

7L-WJ

GS003

2008

Tranche 1

ex 30+08

diverted from Germany

05.06.2009 -

1.Sta/ÜbwGeschw

 

 

7L-WK

GS007

2004

Tranche 1

ex 30+13

diverted from Germany

17.04.2009 -

1.Sta/ÜbwGeschw

 

 

7L-WL

GS009

2005

Tranche 1

ex 30+16

diverted from Germany

27.07.2009 -

1.Sta/ÜbwGeschw

 

 

7L-WM

GS010

2005

Tranche 1

ex 30+18

diverted from Germany

24.09.2009 -

1.Sta/ÜbwGeschw

 

 

7L-WN

GS011

2005

Tranche 1

ex 30+19

diverted from Germany

04.09.2009 -

1.Sta/ÜbwGeschw

 

 

7L-WO

GS012

2005

Tranche 1

ex 30+21

diverted from Germany

08.07.2009 -

1.Sta/ÜbwGeschw

 

 

7L-WP

AS016

Tranche 2

 

 

 

durch SPÖ Verteidigungs-ministerDarabos abbestellt

 

7L-WQ

AS017

Tranche 2

 

 

 

durch SPÖ Verteidigungs-minister Darabos  abbestellt

 

7L-WR

AS018

Tranche 2

 

 

 

durch SPÖ Verteidigungs-minister Darabos  abbestellt

 

7L-WS

AS019

 

 

 

 

wegen Hochwasser 2002 gestrichen.

 

7L-WT

AS020

 

 

 

 

wegen Hochwasser 2002 gestrichen.

 

7L-WU

AS021

 

 

 

 

wegen Hochwasser 2002 gestrichen.

 

7L-WV

AS022

 

 

 

 

wegen Hochwasser 2002 gestrichen.

 

7L-WW

AS023

 

 

 

 

wegen Hochwasser 2002 gestrichen.

 

7L-WX

AS024

 

 

 

 

wegen Hochwasser 2002 gestrichen.

 

acc - Flugunfall, wfu - außer Dienst gestellt, w/o - durch Unfall ausgeschieden, scr - verschrottet, pr - ausgestellt, sold - verkauft, for spares - ausgeschlachtet

 

AS - Austrian Single(-seat aircraft)

 

weitere Infos: http://www.ef2000.de/index.htm

 

 

Kennzeichen

beim Bundesheer

nach dem Bundesheer

das letzte Foto

7L-WA
cn AS001

Foto: Bundesheer

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7L-WB
cn AS002

Foto: Bundesheer

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7L-WC
cn AS003

Foto: Mydza

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7L-WD
cn AS004

Foto: Werner P. (7L*WP)

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7L-WE
cn AS005

Foto: Werner P. (7L*WP)

 

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7L-WF
cn AS006

Foto: Mydza

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7L-WG
GS0024

Foto: Michael Prisch

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7L-WH
cn GS0027

Foto: Werner P. (7L*WP)

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7L-WI
cn GS0028

Foto: Werner P. (7L*WP)

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7L-WJ
cn GS03

Foto: Werner P. (7L*WP)

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7L-WK
cn GS07

Foto: Werner P. (7L*WP)

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7L-WL

cn GS009

Foto: Werner P. (7L*WP)

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7L-WM

cn GS010

Foto: Werner P. (7L*WP)

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7L-WN

cn GS011

Foto: Werner P. (7L*WP)

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7L-WO

cn GS012

Foto: Werner P. (7L*WP)

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Foto: Martin Rosenkranz/airpower.at

 

 

 

 

Mantelstromtriebwerk Eurojet EJ 200

Foto: Eurofighter

 

Das wäre fast in die Hose gegangen!

http://www.youtube.com/watch?v=JSXRPH9PVjM&mode=related&search=

 

Der erste Eurofighter in der Endmontage

Foto: airpower.at

 

Landung des erste Eurofighter

Foto: Bundesheer

 

 

 

 

 

Typenbeschreibung

 

Wozu Abfangjäger?

Luftpolizeiliche Aufgabe steht im Vordergrund

 

Die Sicherung des Luftraums gehört zu den Grundaufgaben der Landesverteidigung – auch wenn sich das Bedrohungsbild seit der Entwicklung früher Jagdflugzeuge geändert hat: Ging es ursprünglich vor allem um die Abwehr von Bomberverbänden, später auch um die Abwehr von Flugzeugen, die möglicherweise Atomwaffen trugen, so steht in Friedenszeiten die luftpolizeiliche Aufgabe im Vordergrund.

Hierbei geht es nicht nur um den Schutz der Neutralität, sondern auch um die Sicherung der Souveränität des Landes: Niemand darf den Luftraum unbefugt benutzen.

 

Wenn ungewöhnliches Verhalten eines nicht identifizierten Flugzeugs festgestellt wird –etwa ein Abweichen vom Kurs, eine plötzliche Änderung der Kennung, ein Abreißen des Funkkontakts – wird von der in einem Salzburger Bunker stationierten Einsatz-

Foto: Bundesheer

zentrale eine Abfangjagd befohlen. Typischerweise ergeht der Befehl dazu noch lange bevor ein irreguläres Flugzeug den österreichischen Luftraum überhaupt erreicht hat.

 

In Friedenszeiten geht es dann nicht darum, das eindringende Flugzeug abzuschießen – dies wäre, entsprechende Bewaffnung vorausgesetzt, die relativ einfachste Sache: Die Lenkwaffensysteme moderner Kampfflugzeuge ermöglichen eine Bekämpfung gegnerischer Flugzeuge im relativ sicheren Abstand von dutzenden Kilometern.

 

Aufwändiger ist es, einen Abfangjäger auf wenige Meter an ein Luftziel heranzuführen, wie es allein im heurigen Jahr schon 150-mal vorgekommen ist. Dazu müssen die Radarsysteme am Boden mit denen in den Flugzeugen und mit den Flugmanövern des Piloten abgestimmt werden.

Um ein Foto aufzunehmen, das eventuellen diplomatischen Protesten beigelegt werden könnte, kommt der Abfangjäger auf weniger als 100 Meter an sein Ziel heran – was entsprechende Technik und Leistungsreserven erfordert.

Wenn es erforderlich ist, ein fremdes Flugzeug zur Landung oder zum Verlassen eines gesperrten Luftraums (etwa während einer Sportveranstaltung oder eines Staatsbesuchs) zu zwingen, werden zwei Abfangjäger an das Objekt herangeführt, wobei einer sich vor das fremde Flugzeug setzt und der andere von hinten sichert. (cs/DER STANDARD, Printausdgabe, 18.10.2006)

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

Geplant war die Österreichversion: Vierte Generation (Beschaffung von 4 Stk. 2007, 12 Stk. 2008 und 2 Stk. 2009).

Abänderung der Beschaffung durch Regierungswechsel Jänner 2007 durch SPÖ-Verteidigungsminister Norbert Darabos auf 15 St.

 

1.

Sechs Maschinen fabrikneu österreichischer Tranche 1 / Block 5A.

2.

Drei Maschinen fabrikneu, aber ursprünglich für Deutschland avisiert.

3.

 

Sechs Maschinen gebraucht aus deutschen Beständen - Tranche 1 / Block 2 oder 2B

(vermutlich 300 Stunden je Maschine abgeflogen), keine österr. Güteprüfung.

4.

Erste Ausbildungsflug eines Österreichischen Piloten beim JG73 am 9. März im norddeutschen Laage bei Rostock.

5.

 

AS001 startete das erste mal am 21. März 2007 um 11.15 Uhr für die Dauer von einer Stunde zu einem Testflug. Am Steuer der Maschine saß Eurofighter-Testpilot Chris Worning.

6.

 

Am 12. Juli 2007 um 08:45 UTC (10:45 loc) ist der erste Eurofighter mit dem Kennzeichen 7L-WA, Werknummer AS001 in Zeltweg (LOXZ) gelandet.

 

Es werden 24 Piloten (sechs pro Jahr) für 15 Maschinen ausgebildet.

 

Kosten: Die Anschaffung der Flugzeuge kostet 1959 Millionen Euro. Gezahlt wird in 18 Monatsraten. Das Budget wird um 220 Millionen Euro jährlich belastet. Betriebskosten: 50 Millionen Euro pro Jahr. Allein in Zeltweg wurden 160 Millionen in den Ausbau des Fliegerhorstes investiert. Die Betriebskosten betragen 28.000 Euro pro Flugstunde.
 

Insgesamt 719 Flugzeuge wurden bislang beauftragt:

Deutschland:

180

Großbritannien:

232

Italien:

121

Spanien:

87

Österreich:

15

Saudi-Arabien:

72

Oman:

12

 

Die Zensur der Homepage des Verteidigungsministerium durch den Verteidigungsminister Darabos.

http://www.airpower.at/news07/0121_zensur/index.html

 

Der Rechnungshofbericht: Download

 

 

 

 

Das Cockpit

Text: http://www.eurofighter.at/austria/td_co.asp

 

Zur Entlastung des Piloten wurde beim Entwurf des Eurofighter-Cockpit größter Wert auf Systemintegration, Automatisierung und Optimierung der Mensch-Maschine-Schnittstellen gelegt. Ausgezeichnete Sichtverhältnisse, die Darstellung wichtiger Informationen im Gesichtsfeld des Piloten und perfekte Ergonomie sind die wesentlichen Prinzipien des Cockpit-Layouts.

Die wichtigsten Interaktionen zwischen Pilot und Flugzeug erfolgen über die manuelle Dateneingabe (Manual Data Entry - MDE), das Frontscheibensichtgerät (Head-Up Display - HUD), drei Farbmonitore (Multi-Functional Head-Down-Displays - MHDDs), die Schalter und Regler an Steuerknüppel und Schubhebel (Hands-on-Throttle-and-Stick - HOTAS) sowie das erstmals bei Serienflugzeugen der neuesten Generation angewandte Spracheingabesystem (Direct Voice Input - DVI).

Als Anzeigesysteme stehen zusätzlich ein Helm-Sichtsystem (Helmet-Mounted Symbology System - HMSS), ein Warnanzeigesystem (Dedicated Warning Panel - DWP) und ein System für die Verarbeitung und zum Austausch unterschiedlicher Daten (Multifunctional Information Distribution System - MIDS) zur Verfügung.

 

Hands on Throttle and Stick (HOTAS)

Über Schalter und Regler am Griff des Steuerknüppels und des Schubhebels können ungefähr 24 Funktionen kontrolliert werden. Dies ermöglicht dem Pilot auch in schwierigen Phasen seiner Mission hundertprozentige Kontrolle über seine Maschine. Zu den wichtigsten Funktionen gehören dabei die Bedienung von Sensoren und Waffen sowie der elektronischen Selbstschutzsysteme und Kommunikationseinrichtungen.

 

Direkte Spracheingabe (DVI)

Die direkte Spracheingabe ergänzt das HOTAS-Konzept. Sie ermöglicht es dem Piloten, für die Flugsicherheit unkritische Funktionen durch gesprochene Befehle zu steuern. Derzeit verfügt die Software des DVI über einen Wortschatz von ca. 200 Wörtern, womit beispielsweise die Anwahl von Monitoren, Funkgeräten und Navigationshilfen oder die Zielauswahl kontrolliert werden können.

 

Head-Up Display (HUD)

Das Frontscheibensichtgerät ist die zentrale Informationsquelle für den Flugzeugführer. Wegen seines schmalen Rahmens ist die Sicht nach vorne kaum eingeschränkt. Das fortschrittliche optische Design gewährleistet in Verbindung mit einem flachen, einteiligen holographischen Projektionselement ein Gesichtsfeld von 30° Azimut und 25° Elevation.

 

Multifunktionale Farbmonitore (MHDD)

Die drei Bildschirme stellen beispielsweise das taktische Lagebild, Angriffsformate, Landkarten und Flugsicherungsverfahren oder den Status der Flugzeugsysteme dar. Alle verfügbaren Formate können auf jedem der drei MHDDs dargestellt werden, wobei detaillierte Informationen mittels programmierbarer Tasten an den Bildschirmen, durch X/Y-Cursor-Steuerung oder durch Spracheingabe ausgewählt werden können.

 

Helmsichtsystem (HMSS)

Das Helmsichtsystem stellt Daten für das Flugprofil, Symbole für die kinetische Energie des Flugzeugs und die Visierlinie der Bordwaffen dar. Es gewährleistet die Erfassung und Bekämpfung von Zielen, die sich in einem größeren seitlichen Abstand zur Flugzeug-Längsachse befinden. Das HMSS beinhaltet ein Nachtsichtsystem mit Restlichtverstärkung und ermöglicht wie das HUD die Einblendung von Bildern der Infrarotsensoren.

 

Multifunktionales Informationsverteilungssystem (MIDS)

Das MIDS ist ein Informationssystem, das den sicheren Austausch von Daten in Echtzeit zwischen unterschiedlichen Nutzern, etwa taktischen Luftwaffeneinrichtungen oder Land- und Seestreitkräften ermöglicht. MIDS stellt ein umfassendes taktisches Lagebild auf den Farbmonitoren dar und gibt dem Piloten die Möglichkeit, sich ein Bild von der Luftlage außerhalb der Erfassungsreichweite seiner eigenen Sensoren (Radar, Infrarot) zu machen.

Diagnose

Um die Belastung des Piloten bei Störungen zu reduzieren, verfügt der Eurofighter über ein intelligentes Diagnosesystem mit eigener Anzeige. Es alarmiert den Flugzeugführer zusätzlich durch akustische Signale oder Sprachwarnungen. Die Warnhinweise werden entsprechend der Schwere des jeweiligen Geräte- oder Systemausfalls kategorisiert und priorisiert. Über die Diagnose hinaus liefert das System dem Piloten Informationen über Ausfallkonsequenzen und mögliche Gegenmaßnahmen.

Zusätzlich ist der Eurofighter mit einem Bodenkollisionswarnsystem (Ground Proximity Warning System - GPWS) ausgestattet. Bei Unterschreitung einer vorgegebenen Mindesthöhe alarmiert es den Piloten und leitet Steuerbefehle ein.


 

Wie wird man eigentlich Eurofighter-Pilot?

Artikel von http://www.bundesheer.at/cms/artikel.php?ID=4047

 

Zeltweg, 24. Juni 2008  - Mit dem Eurofighter verfügt das Österreichische Bundesheer über eines der modernsten Waffensysteme der Gegenwart. Für die kommenden Jahrzehnte werden die neuen Abfangjäger das Rückgrat der Luftraumüberwachung bilden. Doch während das Flugzeug durch die Medien bekannt ist, weiß man wenig über die Piloten, die dafür sorgen, dass der Jet seine Aufgaben in der Luft erfüllt.

 

Wie wird man Eurofighter-Pilot?

Wie wird man Eurofighter-Pilot? Mit einer einfachen Bewerbung ist es nicht getan. Erst nach einem mehrstufigen Auswahlverfahren und einer anspruchsvollen Ausbildung auf verschiedensten Flugzeugen sind die Kandidaten bereit, in das Cockpit der Königsklasse zu steigen.

Nach umfangreichen medizinischen und psychologischen Tests werden die Pilotenanwärter zur sogenannten fliegerischen Selektion zusammengezogen. Im Laufe dieses 13-wöchigen Kurses müssen sie ihr fliegerisches Talent auf Propellermaschinen beweisen. Nur die Besten dürfen danach zur weiteren Ausbildung.

 

Grundausbildung in Zeltweg

In Zeltweg erhalten die zukünftigen Piloten ihre fliegerische Grundausbildung. Nach rund 140 Flugstunden auf den Pilatus PC-7 Turbopropeller-Maschinen des Heeres verfügen die Piloten über Grundkenntnisse im Sicht- und Instrumentenflug und sind in der Lage, auch im Verband zu fliegen. In theoretischen und praktischen Prüfungen müssen sie ihr Können immer wieder unter Beweis stellen.

Am Fliegerhorst Vogler in Hörsching steigen die Piloten dann in die rasante Welt der Jet-Fliegerei ein. Erfahrene Fluglehrer führen sie mit dem Düsentrainer Saab-105 an ihre Einsatzaufgaben heran. Haben die Piloten die Abfangschulung (das Ansteuern und Identifizieren von Luftfahrzeugen) erfolgreich absolviert, gelten sie als "limited combat ready" - also "eingeschränkt einsatzbereit". Ihren taktischen Feinschliff erhalten sie danach unter anderem im schwedischen Simulationszentrum in Kista/Stockholm.

 

Eurofighter-Schulung

Neue Piloten müssen sich noch einer weiteren taktischen Schulung in Kanada unterziehen. Dort werden ihre Kenntnisse in einem sechsmonatigen Kurs weiter vertieft. Anschließend beginnt das Training mit dem Eurofighter im deutschen Laage. Um den Eurofighter mit seinem voll digitalen Cockpit und den umfassend vernetzten Systemen und Sensoren in all seinen Facetten bedienen zu können, ist es aber notwendig, die Ausbildung danach auch in Österreich weiterzuführen.

Zurzeit steht das Österreichische Bundesheer am Beginn der "Ära Eurofighter". Die kommenden Jahre werden zeigen, wie leistungsfähig dieses Flugzeug ist. Eines lässt sich aber schon jetzt feststellen: Wer es bis ins Cockpit des Eurofighters geschafft hat, wird nach vielen Jahren fordernder Ausbildung mit einem der aufregendsten Jobs der Welt belohnt.

 

Flugmodell

 

Länge 240cm, Spannweite 165cm, Gewicht ca. 13,5 kg. Schub ca. 17kg, 5l Treibstoff

 

EF 2000 mit Pilot Harald Kafka & Pilot Horst Hauser

http://www.umfc-kirchschlag.at/news/fotos_ef2000.htm