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Agusta-Bell AB-212

 

 Hersteller: Agusta, Italien

Stückzahl: 23 (13 Hubschrauber aus Langenlebarn)

In Langenlebarn im Einsatz seit: von 1980 bis 2002/2003

Typenbeschreibung

 

 

TECHNISCHE DATEN

 

Besatzung:

2 Piloten + 1 Bordtechniker + 11 Fluggäste

 

Abmessungen:

Hauptrotor Durchmesser: 14,69 m

Länge:  12,70 m

Höhe: 4,39 m

 

Gewichte:

Leergewicht: 3.050 kg                                       

max. Startgewicht: 5.080 kg

 

Leistungen:

max. Geschwindigkeit: 235 km/h

Dienstgipfelhöhe: 4.000 m

Triebwerk:

Type: 2 x Pratt & Whitney PT6T-3                       

Leistung: 2 x 900 PS

 

Sonderausrüstung:                                       Bewaffnung:

Krankentragen, Außenlasthaken, Seilwinde           keine

Verkabelung für Feuerlöschbehälter

 

Anmerkungen:

5D-HL als Ersatz für 5D-HM (Unfall in Hörsching)

5D-HU für Aerophysikalische Vermessungen ausgerüstet

 

Von der 1. Hubschrauberstaffel wurden am 11. Dezember 2002 die 13 Maschinen an Hörsching wegen Typenwechsel auf Black Hawk abgegeben.

 

 

Kennzeichen

 identification

Werknummer

 serial number

Baujahr

mfg.date

Kennz.

vor ÖBH

identification before

AAF

beim ÖBH

date

Austria Air Force

dd.mm.yyyy

Einheit

 squadron

Anmerkung

note

Kennz.  nach ÖBH

identification aft AAF

5D-HA

5597

1980

-

xx.03.1980 - 20.03.2000

1.Sta/FlR3

zum Test mit Kanonenturm ausgestattet (1991).

Am Boden durch Windböe schwer beschädigt, wurde in der Fliegerwerft Hörsching repariert.

Flugunfall am: 20.03.2000

 

5D-HB

5598

1980

-

xx.03.1980 -

1.Sta/FlR3

 

 

5D-HC

5599

1980

-

xx.06.1980 -

1.Sta/FlR3

 

 

5D-HD

5600

1980

-

xx.06.1980 -

1.Sta/FlR3

 

 

5D-HE

5601

1980

-

xx.06.1980 -01.10.1997

1.Sta/FlR3

Flugunfall am: 01.10.1997

 

5D-HF

5602

1980

-

xx.06.1980 -

1.Sta/FlR3

 

 

5D-HG

5603

1980

-

xx.06.1980 -

1.Sta/FlR3

 

 

5D-HH

5604

1980

-

xx.06.1980 -

1.Sta/FlR3

 

 

5D-HI

5605

1980

-

xx.06.1980 -

1.Sta/FlR3

 

 

5D-HJ

5606

1980

-

xx.06.1980 -

1.Sta/FlR3

 

 

5D-HK

5607

1980

-

xx.06.1980 -

1.Sta/FlR3

 

 

5D-HL

5608

1980

-

xx.06.1980 -

1.Sta/FlR3

 

 

5D-HM

5609

1980

-

xx.08.1980 - 04.07.1981

1.Sta/FlR3

Flugunfall am: 04.07.1981

 

5D-HN

5610

1980

-

xx.08.1980 -

1.Sta/FlR3

 

 

5D-HO

5611

1980

-

xx.12.1980 -

1.Sta/FlR3

 

 

5D-HP

5612

1980

-

xx.01.1981 -

2.Sta/FlR3

 

 

5D-HQ

5613

1980

-

xx.12.1980 -

2.Sta/FlR3

 

 

5D-HR

5614

1980

-

xx.12.1980 -

2.Sta/FlR3

 

 

5D-HS

5615

1980

-

xx.01.1981 -

2.Sta/FlR3

 

 

5D-HT

5616

1980

-

xx.01.1981 -

2.Sta/FlR3

 

 

5D-HU

5617

1980

-

xx.02.1981 -

2.Sta/FlR3

 

5D-HV

5618

1980

-

xx.07.1981 -

2.Sta/FlR3

 

 

5D-HW

5619

1980

-

xx.04.1981 -

2.Sta/FlR3

 

 

5D-HX

5620

1980

-

xx.04.1981 -

2.Sta/FlR3

 

 

5D-HY

32126

-

 

xx.08.1998 -

2.Sta/FlR3

Ankauf von Norwegian company

Grundüberholung in der

FlWft 3. Ersatz für 5D-HE.

 

5D-HZ

 

-

 

xx.04.2001 -

2.Sta/FlR3

Hergestellt aus 2Stk. AB212. Eine aus dem Sudan und eine aus dem Wrack der 5D-HE

 

acc - Flugunfall, wfu - außer Dienst gestellt, w/o - durch Unfall ausgeschieden, scr - verschrottet, pr - ausgestellt, sold - verkauft, for spares - ausgeschlachtet

 

 

Kennzeichen

beim Bundesheer

nach dem Bundesheer

das letzte Foto

5D-HA
cn 5597

Foto: austroFlug 1994

1991 erprobte man einen Kinnturm mit 12,7mm MG von Lucas Aerospace.

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Flugunfall am: 20.03.2000
Foto:
Hermann Kollinger www.fireworld.at

5D-HB
cn 5598

Foto: Andreas Stöckl

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5D-HC
cn 5599

Foto: Walter Lorinser

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5D-HD
cn 5600

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5D-HE
cn 5601

Foto: Dr. Prigl/Archiv Bundesheer

 

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Foto: ZVG

Flugunfall am: 04.07.1981

Hintertuxer Gletscher

5D-HF
cn 5602

Foto: Lukas Kinneswenger

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5D-HG
cn 5603

Foto: Mydza

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5D-HH
cn 5604

Foto: Walter Lorinser

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5D-HI
cn 5605

Foto: Werner P. (7L*WP)

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5D-HJ
cn 5606

Foto: Lukas Kinneswenger

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5D-HK
cn 5607

Foto: Mydza

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5D-HL
cn 5608

Foto: Dr. Prigl/Archiv Bundesheer

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5D-HM
cn 5609

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Flugunfall am 04.07.1981 am Fliegerhorst Hörsching (LOXL)

5D-HN
cn 5610

Foto: Dr. Prigl/Archiv Bundesheer

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5D-HO
cn 5611

Foto: Michael Priesch

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5D-HP
cn 5612

Foto: ZVG

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5D-HQ
cn 5613

Foto: Walter Lorinser

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5D-HR
cn 5614

Foto: Andreas Stöckl

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5D-HS
cn 5615

Foto: Dr. Prigl/Archiv Bundesheer

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5D-HT
cn 5616

Foto: Dr. Prigl/Archiv Bundesheer

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5D-HU
cn 5617

Foto: Dr. Prigl/Archiv Bundesheer

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5D-HV
cn 5618

Foto: Walter Lorinser

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5D-HW
cn 5619

Foto: Andreas Stöckl

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5D-HX
cn 5620

Foto: Dr. Prigl/Archiv Bundesheer

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5D-HY
cn 32126

Foto: Dr. Prigl/Archiv Bundesheer

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5D-HZ
Foto: Mydza

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Foto: Bundesheer/Simader

 

 

 

Foto: Bundesheer

 

Gerald Klug übergibt modernisierte Hubschrauber an die Truppe

 

Wien, 06. November 2013 - Heute übergab Verteidigungsminister Klug die ersten beiden modernisierten Transport-Hubschrauber des Typs Agusta Bell 212 an das Kommando Luftunterstützung. Vor allem die Avioniksysteme und die Bordausrüstung wurden erneuert.

 

Umfangreiche Modifikation

Durch die Verwendung von neuen Nachtsichtbrillen wurde die Flugsicherheit bei Nacht und schlechter Sicht erhöht. Auch die Selbstschutzfähigkeit wurde überarbeitet. Neue elektronische Selbstschutzsysteme wie ein Raketenwarnsystem, Radarwarnempfänger und ein Täuschkörperausstoßsystem wurden eingebaut.

"Durch das Upgrade erreichen wir einen beachtlichen Fähigkeitszuwachs und eine wesentliche Steigerung für die Sicherheit der Besatzungen", so Verteidigungsminister Gerald Klug. Die Modifikation der gesamten Flotte (23 Maschinen) wird bis Ende 2015 abgeschlossen sein. Mit dieser Maßnahme ist die Verwendung der AB 212-Helikopter für mindestens weitere 25 Jahre im kompletten Nutzungsspektrum gesichert.

 

 

 

5D-HU Konfigurationsvariante "Geophysikalische Vermessungsflüge"

Für die Zusammenarbeit mit der Geologischen Bundesanstalt (hierbei wird aus der Luft nach bestimmten Bodenschätzen gesucht) wird der AB.212 mit der Dienstbezeichnung 5D-HU mit einer Spezialausrüstung versehen. Kernstück des Umbaus für solche Vermessungsflüge ist eine Sonde. Die Instrumentierung weicht von den anderen 22 AB.212 ebenfalls ab (z. B. zusätzlicher Radarhöhenmesser); auch am Rumpf werden zusätzliche Antennen und Sensoren angebracht. Die Flüge finden meist im Frühling und im Sommer statt. Danach wird der 5D-HU, bis auf einige Instrumente, wieder rückgebaut.

Ausführung: Der Sitz direkt vor dem Hauptgetriebeschacht ist für den Bediener der Zusatzgeräte vorgesehen. Der Bordtechniker sitzt entweder auf einem der Zusatztanks oder verbleibt überhaupt am Boden und weist den Hubschrauber ein. Die Sonde wird am Außenlasthaken befestigt.

 

Siehe auch: http://www.bmlv.gv.at/cms/artikel.php?ID=2862

Foto: Bundesheer/Dr.Prigl

 

 

 

 

 

 

 

5D-HE Flugunfall am 01.10.1997. Bei einer Rettungsübung über dem Hintertuxer Gletscher kam der Hubschrauber, durch Felsberührung mit dem Hauptrotor, zum Absturz und blieb über einer Gletscherspalte liegen. Dabei brach der Heckausleger ab und die Maschine rollte auf die Seite. Alle 8 Insassen konnten sich retten. Die Maschine wurde ausgeschlachtet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto: ZVG

 


 

 

 

 

5D-HA Flugunfall am 20.03.2000 in Kirchdorf (OÖ).

 

21.03.2000. Heereshubschrauber bei Landung abgestürzt: 3 Tote. Vier Transporthubschrauber flogen gestern von Hörsching aus zu einer Übung nach Kirchdorf (OÖ). Bei der Landung der letzten Maschine setzte angeblich der Rotor aus. Die AB 212 stürzte zu Boden, ging in Flammen auf. Zwei Piloten und der Techniker - ein Kärntner und zwei Oberösterreicher -waren sofort tot.
...Bei der Kremstalkaserne in Kirchdorf/Krems sollten die Hubschrauber des Fliegerregiments 3 eine Woche lang bei einer Übung eingesetzt werden - die Angehörigen des Kirchdorfer Jägerregiments sollten Luftlandeübungen durchführen, das Ein- und Aussteigen im Fliegen lernen. Doch schon beim Anflug auf die Kremstalkaserne kam es gestern gegen 10.30 Uhr zum tragischen Unglück. Drei der AB 212 waren problemlos gelandet, die vierte Maschine landete erst später - angeblich hatte der Pilot noch einmal umdrehen und den Hubschrauber tauschen müssen, da bei der ersten Maschine technische Probleme aufgetreten sein sollen.

Heckrotor streikte. Bei der Landung mit der neuen Maschine kam es zur Katastrophe. Augenzeugen sowohl aus den Reihen des Bundesheeres als auch Anrainer berichteten später, dass der Heckrotor plötzlich ausgesetzt hätte. Die Agusta Bell drehte sich auf den Rücken und stürzte, rund 400 Meter von der Kaserne entfernt, aus rund 150 Metern Höhe wie ein Stein zu Boden. Auf einem freien Feld ging sie in Flammen auf. Die beiden Piloten, der 52-jährige Vizeleutnant Engelbert Buchner aus Oberösterreich und der 26-jährige Leutnant Martin Oswald aus Wolfsberg sowie der Bordtechniker, Zugführer Markus S. (30) aus Oberösterreich, dürften auf der Stelle tot gewesen sein. Engelbert Buchner hinterlässt seine Frau und zwei Kinder, sein oberösterreichischer Kollege war ebenfalls verheiratet...

 

04.04.2000 Wartungsfehler entdeckt - Hubschrauber-Absturz: Menschliches Versagen.

Mit großer Wahrscheinlichkeit führte menschliches Versagen zum Absturz des Heeres-Hubschraubers vor zwei Wochen nahe der Kaserne Kirchdorf, bei dem alle drei Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen waren. Eine Flugunfallkommission des Bundesheeres stellte am Montag in einem Zwischenbericht fest, dass ein Bolzen im Bereich des Heckrotorgestänges mangelhaft gesichert gewesen sei. Die "Agusta Bell 212" war in einer Höhe von 150 Metern manövrierunfähig geworden und fiel wie ein Stein vom Himmel. "Technisches Gebrechen ist mit 99-prozentiger Wahrscheinlichkeit auszuschließen", so Walter Ebenberger, von der Kommission.

Lt. Martin Oswald

Vzlt Engelbert Buchner

Zgf Markus Falzberger

 

 

  

Foto: fireworld.at/Hermann Kollinger

 

 

 

Fireworld - Detailnachrichten

http://www.fireworld.at/cms/review.php?id=92
 

Hubschrauberabsturz in Kirchdorf

Text und Fotos: Hermann Kollinger

20. März 2000: Es war ein Routineflug der Besatzung eines Bundesheerhubschraubers. Ziel war die Kaserne Kirchdorf, wo mit dem Jägerbataillon 15 eine mehrtägige Luftlandeausbildung auf dem Programm stand. Kurz vor der Kaserne stürzte die „Agusta Bell 212“ aufgrund eines technischen Defektes aus rund 150 Metern in die Tiefe. Drei Menschen verloren dabei ihr Leben. Einer der Besatzungsmitglieder war aufgrund oftmaligen Mitwirkung bei den Waldbrandbekämpfungslehrgängen vielen Feuerwehrmitgliedern kein Unbekannter, Vizeleutnant Engelbert Buchner.

Für die Feuerwehr Kirchdorf an der Krems begann um 10.34 Uhr ein nicht alltäglicher, schwieriger und auch überaus langwieriger Einsatz, der sich in über Tage (und Nächte) hinauszog!

 

Einleitung
Ab Montag, dem 20. März 2000 wären in Kirchdorf an der Krems mehrtägige Luftlandesausbildungstage mit dem Jägerbataillon 15 auf dem Programm gestanden. Zu diesem Zweck machte sich die Besatzung einer „Agusta Bell 212“ vom Militärflughafen in Hörsching auf den Weg nach Kirchdorf. An Bord befanden sich drei Besatzungsmitglieder: Der Techniker Zugsführer Markus Falzberger (30), Leutnant Martin Oswald (26) und Vizeleutnant Engelbert Buchner (52).
Gerade letzterer dürfte vielen Teilnehmern des Waldbrandbekämpfungslehrganges kein Unbekannter gewesen sein. Viele Male war Buchner bei diesen Anlässen mit dabei. Ein weiterer Auftrittszeitpunkt war das Jugendlager des Bez. Wels-Land im August 1999, wo sich Buchner für ein Schaufliegen bereit erklärte.

Das Unglück
Augenzeugen berichteten, dass bei der Maschine - rund 400 Meter vor dem Ziel - plötzlich der Heckrotor ausgefallen sei. Die Maschine sei in weiterer Folge aus rund 150 Metern wie ein Stein zu Boden gestürzt. Anschließend sei das Fluggerät sofort explosionsartig in Flammen aufgegangen. Zuvor gerade gelandete Kameraden stiegen zwar mit ihren Helikoptern unverzüglich wieder Richtung naheliegender Unglücksstelle auf, eine Hilfeleistung war jedoch alleine aufgrund der enormen Hitzeentwicklung nicht mehr möglich.

Alarmierung
Um 10.34 Uhr gelangte der erste Notruf in die Landeswarnzentrale ein. Daraufhin wurden unverzüglich die Freiwillige Feuerwehr Kirchdorf an der Krems sowie die Rettungsdienste und entsprechenden Institutionen verständigt. Im Feuerwehrhaus Kirchdorf befanden sich zum Alarmierungszeitpunkt mehrer Kameraden, so dass die Einsatzkräfte ab 10.36 Uhr mit einem RLF-A 2000, einem TLF 2000, zwei KDO-F sowie einem Öleinsatzfahrzeug und insgesamt 21 Mann ausrückten.

Problematische Anfahrt

Der Anrufer dürfte das Unglück vermutlich etwas aus der Ferne beobachtet haben und der Ort des Absturzes war nicht ganz ident der tatsächlichen Absturzstelle. Dies war dahingehend eine Erschwernis, dass der Anfahrtsweg umdisponiert werden musste. Der anfängliche Weg endet nämlich in einer Sackgasse. So tritt das Kommandofahrzeug der FF Kirchdorf als erstes am Unglücksort ein.

Am Einsatzort
Die Absturzstelle befand sich mitten in einem Feld. Die angrenzende Wiese konnte aufgrund vorangegangenen Regens mit den schweren Tanklöschfahrzeugen nicht befahren werden. Ein Versuch, mit dem TLF 2000 doch zur Einsatzstelle vorzurücken, scheiterte. So fuhr das Rüstlöschfahrzeug auf die andere Seite des Feldes. Von dort aus begann die erste Brandbekämpfung mittels eines Hochdruckrohres. Parallel dazu wurde mit dem Aufbau einer Schaumlöschleitung querfeldein begonnen. Das Hubschrauberwrack stand zu diesem Zeitpunkt in Vollbrand. Durch den massiven Mittel-Schaumangriff wurde ein Wiederaufflammen des Helikopters verhindert. Bis der Einsatzleiter, Kommandant HBI Ferdinand Lattner, um ca. 11.00 Uhr „Brand aus“ melden konnte, wurden 325 Liter Schaummittel verbraucht. Die notwendige Wasserversorgung wurde durch eine Löschleitung von der direkt angrenzenden Krems aus sichergestellt.

Beseitigung des Schaumteppichs
Vor dem eigentlich Beginn der Ermittlungsarbeiten war es notwendig, den Löschschaumteppich so gut als möglich wieder zu entfernen. Da die natürliche Zersetzung zuviel Zeit in Anspruch genommen hätte, wurde entschieden, dies durch den Einsatz eines Strahlrohr durchzuführen. Wie das Foto links beweist, auch für die Bekleidung eine ordentliche Belastungsprobe.

Lagebesprechung
Gegen 15.00 Uhr trat eine Kommission aus den verschiedensten Funktionären seitens der Behörden und auch der Feuerwehr zusammen, um die weitere Vorgehensweise, vor allem hinsichtlich der Bergung der verunglückten Personen, zu besprechen. Diese ergab, dass es am besten sei, wenn die Einsatzkräfte der Feuerwehr die Personenbergung durchführen würden. Die Beseitigung des Wracks - welches in weiterer Folge zur weiteren Untersuchung nach Hörsching gebracht wurde - würde durch das Bundesheer selbst durchgeführt werden. Das Problem hinsichtlich der Zufahrt zur Absturzstelle wurde dahingehend gelöst, dass ein S-Lkw (mit Kran) des Bundesheeres an die Einsatzstelle beordert wurde. Die am Fahrzeug montierten Ballonreifen würden eine ungehinderte Zufahrt ermöglichen.

Personenbergung
Zur Bergung der verunglückten Personen mussten einige Vorbereitungen getroffen werden. Durch das Löschwasser und die durchgeführten Ermittlungsarbeiten war der Arbeitsbereich bereits völlig verschlammt. Eine vernünftiges Arbeiten wäre auch mit den besten Stiefeln nicht mehr möglich gewesen. Die Straßenmeisterei Kirchdorf stellte in Folge Schalplatten zur Verfügung und mit diesen eine Unterlage im gesamten Arbeitsbereich geschaffen wurde. Spreizer und Schere sowie eine Kübelspritze wurden vorsorglich zum Wrack gebracht. Letztere bewährte sich auch: Im späteren Verlauf fing einer der Pilotensitze aufgrund der Sauerstoffzufuhr nochmals an zu brennen. Der Entstehungsbrand konnte aber unmittelbar nach dessen Auftreten abgelöscht werden.
Die Bergung der Verunglückten war dann großteils eine Sache von Handarbeit. Stück für Stück wurden die Trümmerreste entfernt, um so an die Toten heranzukommen. Diese Arbeit durfte nur Schritt für Schritt durchgeführt werden und jedes Entfernen bedurfte der Genehmigung der Kommission. Grund dafür war, die Lage bzw. den Zustand der Teile für die weitere Unfallermittlung nicht zu verfälschen. Der weitere Bergungsverlauf erwies sich teilweise als äußerst schwierig, da die Teile völlig ineinander verkeilt waren. Hier konnte nur durch den Einsatz des hydraulischen Bergegerätes bzw. einer Bolzenschere Abhilfe geschaffen werden.

Abtransport des Wracks
Um das Wrack zur weiteren Untersuchung nach Hörsching überstellen zu können, musste die Feuerwehr noch mit dem Bergegerät bzw. Trennschleifer ans Werk. Nur so fanden die Reste des Fluggerätes auf der Ladefläche des S-Lkws des Bundesheeres Platz. Anschließend wurde noch ausgeflossenes, unverbranntes Kerosin sowie das Öl- und Schaummittelgemisch abgeschöpft. Der Einsatz fand um 20.00 Uhr sein (vorläufiges) Ende.


 

 

 

 

 

 

 

 

5D-HM Flugunfall am 04.07.1981 am Militärflugplatz Hörsching.

 

Die Maschine sollte eine Flugvorführung im Tiefflug zeigen. In einer Steilkurve berührte der Rotor den Boden. Die Maschine schlitterte noch ca. 150 Meter am Boden entlang. Die Besatzung stieg leicht verletzt aus. Beim Aufschlag der Maschine muss vom Kraftstoffsystem etwas gerissen sein, denn die verletzten Piloten Vizeleutnant Peter Polt und Offizierstellvertreter Manfred Huber waren mit Kraftstoff durchtränkt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Arbeiterzeitung vom 4.Juli 1981, Seite 7

 


 

 

  

 

Typenbeschreibung

 

Um den "Huey" wieder einmal aufzuwerten und so erneut für Kunden attraktiver zu machen, entstand der Bell 212 UH-1N. Seine wichtigste Verbesserung ist der Einbau des Pratt & Whitney Twin Pac und wird daher auch als Twin Huey bezeichnet. Dieses Twin Pac besteht aus zwei Turbinen, nimmt jedoch weniger Platz weg als zwei einzelne Turbinen. Durch diese "Zweiturbinensicherheit" erfüllte sich das Konzept von Bell, der Bell 212 fand einen großen Absatz, ist nun nahezu überall vertreten und entwickelte sich daraufhin zum neuen Standardhubschrauber der amerikanischen Streitkräfte wobei er die Vorgängermodelle Bell 204/ 205 größtenteils ablöste. Beim Militär wird er als Transport- Unterstützungs- und SAR-Hubschrauber eingesetzt und bietet Platz für bis zu 14 Personen.

 
Wie auch bei seinem Vorgängermodell wurde der Bell 212 wiederum von Agusta unter Lizenz gefertigt und diesmal unter der Bezeichnung AB-212 ASW vertrieben. Agusta entwickelte den Bell 212 zu einem Marinehubschrauber, der zur U-Boot- und Schiffsbekämpfung und als SAR-Hubschrauber verwendet wird. Hierzu stehen ihm diverse Torpedos und Anti-Schiffs-Flugkörper vom Typ Sea Skua oder Marte 2 zur Verfügung. Ferner ist er mit einem speziellen Schutz gegen Seewasserkorrosion, einem Tauch- oder Schleppsonar und einem Suchradar auf der Kabine ausgestattet. Zur Rettung von Personen wird die installierte Seilwinde genutzt, um den Tauchsonareinsatz zu erleichtern ist er mit einer Hover-Einrichtung (Schwebemodus) ausgestattet.
Zu weiteren Version (nicht von Agusta) zählt die VIP Version "VH-1N" des USMC, die kanadische Version "CUH-135", die später in "CUH-135 Twin Huey" umbenannt wurde, der "HU.18" der spanischen Armee und die Zivilversion mit der Bezeichnung Bell 212 Twin Two-Twelve.

 

Lawinenkatastrophe Galtür: http://air.droessler.at/berichte/Galtuer/index.html